Der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung der
Kath. Pfarrgemeinde St. Peter und Paul/St. Marien Erlangen Bruck
haben im Jahre 2014 beschlossen, ein kirchliches Umweltmanagement und eine Validierung nach der EMAS III-Verordnung anzustreben.
EMAS steht für Eco-Management and Audit Scheme und ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union für den vorsorgenden Umweltschutz.
Mit EMAS werden wir ermutigt, freiwillig die Umweltleistung in unserer Pfarrei zu steigern und kontinuierlich zu verbessern, und zwar über die gesetzlich festgelegten Minimumstandards hinaus.
Es ist ein systematischer Weg, die Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung in unserer Gemeinde zu verankern.
Am 09. Juni 2017 erhielt die Kath. Pfarrgemeinde St. Peter und Paul/St. Marien Erlangen Bruck von der Industrie und Handelskammer Nürnberg
die Urkunde über die erfolgreiche Zertifizierung nach EMAS III.
Wir sind die erste Pfarrgemeinde im Erzbischöflichen Dekanat Erlangen und die zweite im Erzbistum Bamberg, die diese Zertifizierung erreicht hat.
Umstellung des Umweltmanagements auf „Der Grüne Gockel“ GG
Das EMAS-Zertifikat war nur bis 09. Juni 2021 gültig. Da die Weiterführung von EMAS relativ hohe Kosten für die Zertifizierung durch den externen Prüfer sowie die Verwaltungskosten der Industrie- und Handelskammer Nürnberg zu Folge hat, konnte Herr Singer die Kirchenverwaltung davon überzeugen, das Umweltmanagement mit dem GG weiterzuführen. Im Frühjahr wurde die externe Prüfung durch einen Revisor (evangelische Kirche) durchgeführt.
Ergebnis der Prüfung:
Die Kirchengemeinde ist berechtigt, das Zertifikat „Grüner Gockel“ bis zum 16.02.2026 zu verwenden.
Nach reiflicher Überlegung hat sich das Umweltteam gegen eine Rezertifizierung ausgesprochen. Die Gründe sind offen benannt:
Die Pfarrei verfügt derzeit über keinen leitenden Pfarrer, was die Gestaltungsspielräume einschränkt. Zudem ist St. Peter und Paul/St. Marien im Erzbistum die einzige zertifizierte Gemeinde – ein Umstand, der zusätzliche Verantwortung, aber auch Isolation bedeutet.
Vor allem aber fehlt es an personellen Ressourcen. Das Umweltteam zählt aktuell nur noch drei Mitglieder, neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind nicht in Sicht. Eine Rezertifizierung 2026 wäre mit erheblichem organisatorischem Aufwand verbunden, der ehrenamtlich kaum zu leisten ist.
